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                                 Praxiserfahrungen

-Wie man die Evaluation nutzen kann-

Ich habe jetzt herausgefunden, wie ich die Evaluation benutzen kann.

Ich drucke mir jedes Mal zuerst die Gesamttabelle mit allen Schülern und allen Büchern aus und schreibe mir das Datum dazu.

 Dann kreise ich mir die Punktzahlen ein, die sich gegenüber dem letzten Ausdruck verändert haben. Danach rufe ich bei den einzelnen Kindern die Bücher auf, an denen sie gearbeitet haben, drucke mir die Liste aus, marker die Fortschritte an und schreibe meine Bemerkungen dazu.

So konnte ich feststellen, dass mein J. heute wieder zuerst versuchte, durch *Zocken*beim *Bergsteiger* zu Punkten zu gelangen. Das hatte er sich letzte Woche von F. abgeschaut und war so sogar einmal zu 7 Punkten gekommen. Heute schaffte er auf diese unehrliche Art: 4,2,5,3 Punkte. 

Einmal beobachtete ich, wie er sich rühmte, das Mindmap in Kidogo gelöst zu haben und 10 Punkte vorwies. Neben ihm saß L., der das letzte Mal ja schon seine Endorphine bei diesem Spiel auffüllte - und mir war klar, dass  er die Ergebnisse erschlichen hatte.
Ich meinte er soll dasselbe Spiel doch mal bei der *Prinzessin* probieren, ich verstünde sowieso nicht, wieso er plötzlich das Buch gewechselt hätte. Er befolgte meinen Rat - mit keinem Erfolgserlebnis.
Er probierte  nun noch weitere Spiele der Ebene C und D. Es gelangen ihm dabei aber nie mehr als 5 Punkte - wobei ich nun nicht sagen kann, hat er sich bemüht oder gezockt.


Ich setzte mich zu ihm, als er enttäuscht seine 4 Punkte bei den Sprechblasen betrachtete. Ich half ihm, das Spiel noch einmal zu bewältigen, indem ich ihm vorlas.
Sofort wusste er, wer das sprach und schaffte so 10 Punkte.
 Dann unterbrach er seine Arbeit und erledigte erst seine Matheaufgaben, um später noch mal am Programm zu arbeiten.
Aus der Evaluation konnte ich ersehen, dass er im Buch *Torte* beim *Drachentanz* 9 Punkte erlangte, dann auch dort beim Bergsteiger zockte ...   Anscheinend war es kein gutes Gefühl, zu schummeln. Denn nun begann er wieder, kontinuierlich ein neues Buch zu bearbeiten. Er spielte die Ebene A von *Ach nein..* durch und bekam jedes Mal auf Anhieb 10 Punkte. Ich bin sehr zufrieden!!!

 

Jetzt habe ich die Evaluation durchgesehn und erstaunlicherweise haben heute gleich 4 Kinder zum neuen Buch * Ach nein* gegriffen, es gelesen und bearbeitet, obwohl es nur einmal vorhanden ist.

Wieder haben manche Kinder kontinuierlich an einem Buch gearbeitet, andere springen von Buch zu Buch und spielen dort ihre Lieblingsspiele durch.

Manche Kinder arbeiten auch zu Hause weiter. Annelie hat die ausgedruckte Einmal-Geschichte zu Hause noch mal ohne Fehler in den PC getippt und weitergeschrieben. Ihr Papa hat die Geschichte in Word kopiert und nun kann sie sie immer weiter schreiben. (Leider geht das ja im PDF nicht, da wird nur das leere Formular gespeichert)

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